3. Oktober 2026

Das Heiners: ein neues, lebendiges Bürgerzentrum im Herzen Neu-Ulms – mit starker Unterstützung der CSU-Stadtratsfraktion

Es wird als neues Herz der Neu-Ulmer Innenstadt bezeichnet – Minister Bernreiter und OB Albsteiger haben diese Woche das Heiners feierlich seiner Bestimmung übergeben: das neue Zentrum am Heiner-Metzger-Platz verbindet Wohnen, Arbeiten, Kultur und Begegnung: Mitten im Herzen Neu-Ulms ist ein neuer Ort für Begegnung, Kultur, Wohnen und Arbeiten entstanden: Das HEINERS am Heiner-Metzger-Platz. Bei einem Festakt am heutigen Dienstag (9. Sept. 2026) wurde das neue Gebäude von der Entwicklungsgesellschaft Neu-Ulm GmbH (EGNU) offiziell an die Stadt Neu-Ulm übergeben. Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger, der Bayerische Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr, Christian Bernreiter, und EGNU-Geschäftsführer André Zaman würdigten die Bedeutung des Projekts für die Stadt. „Mit dem HEINERS ist mitten in unserer Stadt ein neuer Ort für alle Neu-Ulmerinnen und Neu-Ulmer entstanden. Das Gebäude ist ein Meilenstein der Innenstadtentwicklung“, sagte Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger. „Hier wird schon bald gelesen, gelernt, gearbeitet, gewohnt, gegessen, Kultur erlebt und vor allem: Hier kommen Menschen zusammen. Genau das macht für mich den besonderen Wert dieses Hauses aus.“

Bayerns Bauminister Christian Bernreiter ergänzte: „Mit dem Neubau gewinnt Neu-Ulm einen attraktiven Treffpunkt. Das Heiners ist ein gutes Beispiel für eine gelungene Belebung der Innenstadt. Der Freistaat hat das Projekt mit rund sechs Millionen Euro aus der Städtebauförderung unterstützt. Das ist hervorragend investiertes Geld, denn Studien zeigen: Ein Euro der Städtebauförderung stößt sieben Euro weitere Investitionen an. Deshalb steht Bayern seinen Kommunen hier weiterhin als verlässlicher Partner zur Seite.“ Auch für den derzeitigen Ausbau angrenzenden Ludwigsstraße hat das Ministerium bereits fast 3 Mio. Euro an Fördermittel freigegeben. Rund vier Jahre nach Baubeginn nimmt das HEINERS zunehmend seinen Platz im Herzen der Stadt ein. Direkt am neu gestalteten Heiner-Metzger-Platz – die Arbeiten sind so gut wie abgeschlossen – verbindet das Gebäude ganz unterschiedliche Nutzungen und bringt Wohnen, Arbeiten, Kultur, Bildung und Begegnung unter einem Dach zusammen. Die Stadtbücherei findet hier ebenso ihr neues Zuhause wie der Generationentreff Ulm/Neu-Ulm und die städtische Seniorenberatung. Dazu kommen Büros, Wohnungen, Gastronomie und mit dem Anna-Pfänder-Saal auch ein moderner Veranstaltungssaal.

Das neue Haus soll damit zu einem lebendigen Treffpunkt für die gesamte Stadtgesellschaft werden. Hier kann man künftig lesen, Kultur erleben, Veranstaltungen besuchen, arbeiten, wohnen oder einfach Zeit verbringen und anderen Menschen begegnen. Stadtbücherei und Generationentreff wollen dabei auch gemeinsame Angebote entwickeln.

Ein Lesecafé ergänzt das Büchereiangebot

Im Erdgeschoss wird voraussichtlich im Frühjahr 2027 das Restaurant „Ömi Korean BBQ“ mit Tischgrills eröffnen und das Angebot am Heiner-Metzger-Platz um einen weiteren Treffpunkt ergänzen. Auch beim Wohnen setzt das HEINERS auf Vielfalt.

Insgesamt 51 Mietwohnungen mit rund 3.500 Quadratmetern Wohnfläche befinden sich in den oberen Geschossen. Das Angebot reicht vom Ein-Zimmer-Apartment bis zur 6,5-Zimmer-Wohnung mit rund 130 Quadratmetern. Vermietet werden die Wohnungen von der NUWOG. 2/3 der Wohnungen sind bereits vermietet (insg. 31). Der begrünte Innenhof mit Hochbeeten und gemeinschaftlichen Aufenthaltsbereichenschafft dabei einen beinahe dörflichen Charakter mitten in der Stadt – und das ganz oben über der seibten Etage mit einem genialen Ausblick auf Münster und ggf. Alpen. Ergänzt wird das Wohnkonzept durch Urban Gardening auf dem Dach. Eine bepflanzte „grüne Fuge“ wird künftig als grünes Band zwischen den öffentlichen Bereichen und dem Wohnbereich sichtbar sein.

Neuer Ankermieter

Rund 10.000 Quadratmeter Nutzfläche umfasst das Gebäude. Mit der Vermietung der Büroflächen könnte es noch etwas zügiger vorwärts gehen, aber als einer der neuen Ankermieter hat sich nun zum 1. November 2026 die Neu-Ulmer Zeitung angemeldet – ein echter Coup für das Heiners, wohingegen spannend bleibt, was auch dem bisherigen Redaktions-Gebäude ein paar Häuser weiter vorne in der Ludwigsstraße werden wird.

Seit dem Spatenstich im Oktober 2022 wurden mehr als 2.000 Lkw-Ladungen mit rund 40.000 Tonnen Erdaushub vom ehemaligen Lechwerke-Gebäude abgefahren. Rund 1.700 Tonnen Stahl und zwischen 15.000 und 20.000 Kubikmeter Beton wurden verbaut. Rund 100 Stellplätze stehen in der zweigeschossigen Tiefgarage für die Öffentlichkeit zur Verfügung. Charakteristisch für das Gebäude ist die Mischnutzung: Die Flächen verteilen sich grob zu gleichen Teilen auf den öffentlichen Bereich, Büros und Gastronomie sowie Wohnungen. Beim Bau wurden zudem hohe Standards bei Nachhaltigkeit und Energieeffizienz umgesetzt. Mit der Übergabe ist das HEINERS noch nicht in allen Bereichen vollständig fertiggestellt. In den kommenden Wochen stehen noch verschiedene Restarbeiten an, unter anderem in der Tiefgarage, dem Restaurant oder den Büroflächen. Auch die Stadtbücherei wird derzeit noch eingerichtet und für den Betrieb vorbereitet.Die Eröffnung ist voraussichtlich für Ende Oktober vorgesehen. Das HEINERS wird damit Schritt für Schritt mit Leben gefüllt und seine unterschiedlichen Funktionen nach und nach aufnehmen.

Die Baukosten für das HEINERS haben sich im Verlauf des Projekts von ursprünglich rund 62 Millionen Euro auf inzwischen rund 79 Millionen Euro erhöht. Gründe dafür waren unter anderem Bauschäden am Nachbargrundstück und daraus resultierend längere Baustillstände sowie die erheblichen Auswirkungen der Corona-Pandemie, des Ukraine-Krieges und stark gestiegene Energie- und Baupreise. „Man muss sich dabei ehrlich machen“, sagte Minister Bernreiter, „allein in zwei Jahren sind uns die Kosten überall um 50 Prozent nach oben geschnellt – da bleibt kein Bauvorhaben verschont davon.“ „Trotz dieser Herausforderungen ist mit dem HEINERS ein wertvolles Haus für unsere Stadt entstanden. Es schafft Raum für Wohnen, Arbeiten, Bildung, Begegnung und Kultur und stärkt damit die Innenstadt“, betonte Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger. Seit dem Spatenstich im Oktober 2022 wurden mehr als 2.000 Lkw-Ladungen mit rund 40.000 Tonnen Erdaushub vom ehemaligen Lechwerke-Gebäude abgefahren. Rund 1.700 Tonnen Stahl und zwischen 15.000 und 20.000 Kubikmeter Beton wurden verbaut. Rund 100 Stellplätze stehen in der zweigeschossigen Tiefgarage für die Öffentlichkeit zur Verfügung.

Charakteristisch für das Gebäude ist die Mischnutzung: Die Flächen verteilen sich grob zu gleichen Teilen auf den öffentlichen Bereich, Büros und Gastronomie sowie Wohnungen. Beim Bau wurden zudem hohe Standards bei Nachhaltigkeit und Energieeffizienz umgesetzt. Mit der Übergabe ist das HEINERS noch nicht in allen Bereichen vollständig fertiggestellt. In den kommenden Wochen stehen noch verschiedene Restarbeiten an, unter anderem in der Tiefgarage, dem Restaurant oder den Büroflächen. Auch die Stadtbücherei wird derzeit noch eingerichtet und für den Betrieb vorbereitet. Die Eröffnung ist voraussichtlich für Ende Oktober vorgesehen. Das HEINERS wird damit Schritt für Schritt mit Leben gefüllt und seine unterschiedlichen Funktionen nach und nach aufnehmen.

Die Baukosten für das HEINERS haben sich im Verlauf des Projekts von ursprünglich rund 62 Millionen Euro auf inzwischen rund 79 Millionen Euro erhöht. Gründe dafür waren unter anderem Bauschäden am Nachbargrundstück und daraus resultierend längere Baustillstände sowie die erheblichen Auswirkungen der Corona-Pandemie, des Ukraine-Krieges und stark gestiegene Energie- und Baupreise. „Man muss sich dabei ehrlich machen“, sagte Minister Bernreiter, „allein in zwei Jahren sind uns die Kosten überall um 50 Prozent nach oben geschnellt – da bleibt kein Bauvorhaben verschont davon.“ „Trotz dieser Herausforderungen ist mit dem HEINERS ein wertvolles Haus für unsere Stadt entstanden. Es schafft Raum für Wohnen, Arbeiten, Bildung, Begegnung und Kultur und stärkt damit die Innenstadt“, betonte Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger.

 

3. August 2026

CSU-Ortsverband Neu-Ulm: zufrieden mit der Kommunalwahl, aber jetzt mit weiterhin hohem Einsatz

Mit hohem Einsatz bei der Mitgliedergewinnung will CSU-Ortsverband Neu-Ulm in die Zeit ohne bayerische Landtags- und Kommunalwahl gehen. Mit letzter waren die Mitglieder aber sehr zufrieden: Neu-Ulms Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger wurde gleich im ersten Wahlgang mit überwältigen 60 Prozent wiedergewählt. Zudem gab es mit 16 CSU-Plätzen und damit zwei mehr einen großen Erfolg für den neuen Neu-Ulmer Stadtrat – die Politik der Mitte und näher am Menschen komme sehr gut an.

Doch kein Grund, die Hände in den Schoß zu legen, unterstrich Serkan Yildirim, Vorsitzende des CSU-Ortsverbands Neu-Ulm und wiedergewählter Stadtrat. Mit den Aktionen außerhalb der Wahljahre – Rosen zum Muttertag, Ostereieraktion und Nikolausaktion – ließ sich die CSU (anders als alle anderen Parteien) in jedem Jahr auf dem z.B. Petrusplatz in Neu-Ulm sehen. „Das sollten wir so beibehalten, das kommt gut an, und wir sind auch an dieser Stelle näher an den Menschen, die uns Rückmeldung zur aktuellen Politik geben“, so Yildirim, der sich in seiner Rede auch bei allen für die aufopfernde Mitarbeit bei den letzten Kommunalwahlen bedanken konnte.

Ins selbe Horn stieß Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger, die sich für eine „überwältigende Unterstützung“ auch bei ihrem OB-Wahlkampf bedankte. „Manche waren überall an allen Wahlständen in den Ortsteilen vertreten, ich weiß gar nicht, wie sie das gemacht haben – und jede Haustürwahlkampf wurde mustergültig unterstützt, ich bin mächtig stolz auf Euch“, rief sie den Partei-Mitgliedern der Sitzung zu.

Aber auch sie zählte sofort die Belange ihrer und derer des Stadtrats geltenden Projekte auf. Um das Heiners und den Umbau der Ludwigsstraße als laufende Großprojekte ging sie nähers gar nicht ein („da selbstverständlich“), als da wären – erstens – das Thema Bildung, wo nun jedes Kind im letzten Kindergartenjahr einen Platz zur Verfügung gestellt bekommt, wo bald mit dem Bau zweier neuer Kindergärten (Turmstraße Neu-Ulm und Gerlenhofen) begonnen werde. „Warum Neubauten, wenn wir schon Vollversorgung haben? Weil wir als Stadt Neu-Ulm weiterwachsen“, so Katrin Albsteiger.

Zweitens kümmere man sich um den steigenden Bedarf an Wohnraum mit dem neuen großen Wohngebiet am Illerpark (Ludwigsfeld), aber auch mit den Gebieten Eiland in Pfuhl, in Steinheim, Ulmer Hofgut II in Ludwigsfeld und Gebieten in Burlafingen und Holzschwang – und auch die Elefantensiedlung an der Memminger Straße komme zeitnah in die Bebauungs-Planung.

Als dritten Punkt nannte sie die Wirtschaft. Hier gelte es, die Einnahmenseite für die Stadt zu stabilisieren, aber – „wir haben ein Einnahmeproblem, sondern eins der Ausgaben“ – das Sparpotential gelte es immer im Auge zu behalten.

Aber auch Wirtschaft müsse wachsen können, so nannte sie neue Zukunftsgebiete in Schwaighofen Süd, Burlafingen und Gerlenhofen und natürlich den IT-Campus 1 und 2 im Neu-Ulmer Wiley. Das alles brauche viel Kraft, Mut und Durchsetzungsvermögen, aber mit einer starken CSU im Stadtrat und in Stadt und Kreis könne es gelingen.

Entlastung des Vorstands und Ehrungen

Auf der Ortshauptversammlung der CSU Neu-Ulm in Reutti wurde der gesamte Vorstand von den Mitgliedern einstimmig entlastet. Bei den Ehrungen konnten zahlreiche Mitglieder ausgezeichnet werden, auch zu seiner großen Freude Thorsten Freudenberger, MdL-Mitglied des Bayerischen Landtags und Kreis-Vorsitzender der CSU sowie neugewählter Neu-Ulmer Stadtrat und Kreisrat: „Normalerweise nehme ich selbst oft Ehrungen vor, jetzt werde ich für 35 Jahre Mitgliedschaft selber einmal geehrt“, freute sich Freudenberger, der mit 17 Jahren damals in die CSU in Vöhringen eingetreten war, „weil ich zum Vorsitzenden der Jungen Union gewählt werden sollte, da war ein Parteieintritt  natürlich Pflicht“. Freudenberger gab auch kurz Rückmeldung über die aktuellen Gegebenheiten im Landtag in München und richtete von Ministerpräsident Markus Söder wie auch vom CSU-Fraktionsvorsitzenden Klaus Holetschek beste Grüße an die Versammlung aus.

 

Spannender Vortrag über Chancen und Risiken der KI

In einem starken Vortrag hatte zuvor Dr. Philipp Hühn von der DASU, des Transferzentrums für Digitalisierung, Analytics & Date Science Ulm auf Zukunftschancen wie auch Risiken bei der KI-Entwicklung hingewiesen. „Wenn wir die Bereiche Medizin und Gesundheit betrachten, oder die Bildung und die Wissenschaften allgemein, dann haben wir ein großes Chancenfeld bei Innovationen und Simulationen von Möglichkeiten wie auch bei Lösungen von Problemen“, sagte Philipp Hühn, aber es gelte eben auch Risiken wie die Cyber-Kriminalität zu erkennen und zu vermeiden – vor allem für die Angriffe auf viele Firmen des Mittelstands, aber natürlich auch die Grenzen der KI beim „Selbstdenken“ zu beachten.

Da gibt es außerhalb der Wahlperiode für den CSU-Ortsverband Neu-Ulm viel zu tun – und Begriffe wie Chancen und Zukunft, Themen wie neue Mitgliedschaften zu bekommen und gute Politik zu unternehmen, machten auch noch weit nach der einmütigen Veranstaltung die Runde.

Fotos: Quelle: CSU Neu-Ulm

1. Juli 2026

Baubeginn für den Stadtteilplatz in Pfuhl

In Pfuhl beginnen in dieser Woche die Arbeiten für den neuen
Stadtteilplatz an der Ecke Griesmayerstraße/Sonnenstraße.
Mit dem Platz entsteht ein neuer Treffpunkt für den Stadtteil.
Dieser soll künftig Raum für Begegnungen, Veranstaltungen
und das gemeinschaftliche Leben bieten.

In einem ersten Schritt wird seit dieser Woche die Baustelle
eingerichtet und der vorhandene Bewuchs entfernt. Im
Anschluss beginnen die Erdarbeiten für die
Versickerungsanlagen der Platzentwässerung sowie die
Baumquartiere. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich rund
sechs Monate dauern.

Während der Bauzeit können die Parkplätze in der
Sonnenstraße entlang des Baufeldes nicht genutzt werden.
Die Stadt bittet hierfür um Verständnis.
Der neue Stadtteilplatz wurde im Rahmen eines
Beteiligungsprozesses gemeinsam mit den Bürgerinnen und
Bürgern entwickelt. Zahlreiche Anregungen aus der
Bürgerschaft sind in die Planung eingeflossen. Entstehen wird
ein vielseitig nutzbarer Platz mit großzügigen Grünflächen und
schattenspendenden Bäumen, der sowohl als Aufenthaltsort
im Alltag als auch für Veranstaltungen und Feste genutzt
werden kann. Die ortsbildprägende Linde bleibt erhalten und
wird als zentrales Gestaltungselement in den neuen Platz
integriert. Ergänzt wird der Stadtteilplatz unter anderem durch
Sitzgelegenheiten, einen kleinen Spielbereich und eine
klimaangepasste Begrünung.

Mit dem Stadtteilplatz erhält Pfuhl einen neuen öffentlichen
Mittelpunkt, der die Aufenthaltsqualität erhöht und das
Miteinander im Stadtteil stärkt.
Der Stadtteilplatz Pfuhl wird im KfW-Programm „Natürlicher
Klimaschutz in Kommunen“ sowie durch das
Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und
nukleare Sicherheit gefördert.

7. März 2026

Fake News: erkennen und richtig reagieren – Abend der CDU/Ufa-Ulm- und CSU-Neu-Ulm-Fraktionen mit Exzellenz-Professor kurz vor der Wahl

Wie wehrhaft ist unsere Demokratie? – eine spannende Info-Veranstaltung zu Fake News und Künstlicher Intelligenz gab es gestern im Orange Campus Neu-Ulm. Referent Prof. Dr. Marten Risius von der Hochschule Neu-Ulm, mit seinem Team im Bayerischen Exzellenz-Förderprogramm und mitangesehenster Professor auf diesem Gebiet, legte offen: Desinformationen bedrohen die öffentliche Meinung wie jeden Einzelnen – was tun dagegen?

In der Begrüßung äußersten sich die Neu-Ulmer Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger und CDU-Landtagskandidat Mario Schneider zur Tragweite des Themas. Die Jugend gelte es zu schützen, die Möglichkeiten der KI müssten transparent gemacht werden.

Desinformation als Stresstest für den gesellschaftlichen Zusammenhalt

Prof. Marten Risius skizzierte, wie gezielt verbreitete Fake News das Vertrauen in Medien, staatliche Institutionen und demokratische Verfahren untergraben können. Anhand aktueller Beispiele aus Wahlkämpfen, internationalen Krisen und der Corona‑Pandemie wurde deutlich, dass Falschinformationen längst zum festen Instrumentarium autoritärer Staaten, extremistischer Gruppen und wirtschaftlicher Akteure gehören. Die zentrale Botschaft: Wer die öffentliche Debatte manipuliert, greift das Fundament der Demokratie an – informierte und selbstbestimmte Bürgerinnen und Bürger.

Der promovierte Wirtschafts-Informatiker, nun seit eineinhalb Jahren an der Hochschule Neu-Ulm, machte deutlich, dass Desinformation selten plump daherkommt, sondern oft geschickt Emotionen bedient, Vorurteile verstärkt und sich an bestehende Unsicherheiten andockt. Verschwörungserzählungen, Halbwahrheiten und irreführende Bilder in sozialen Netzwerken wirken dabei wie ein Brandbeschleuniger, weil sie sich rasend schnell verbreiten und schwer wieder einzufangen sind. Gerade auch Kommunen wie Ulm und Neu-Ulm stünden vor der Herausforderung, mit begrenzten Ressourcen Aufklärung zu leisten und gleichzeitig das Vertrauen in lokale Institutionen zu stärken.

Medienkompetenz als Schlüssel – von der Schule bis ins Seniorenalter

Breiten Raum nahm die Frage ein, wie Menschen befähigt werden können, Fake News zu erkennen und einzuordnen. Im Mittelpunkt stand die Forderung nach systematischer Medienbildung – beginnend in der Grundschule, aber ausdrücklich nicht endend beim Schulabschluss.

Der Referent warb dafür, Medienkompetenz nicht nur als Technikfrage zu verstehen, sondern als demokratische Kulturtechnik: Quellen prüfen, Bilder hinterfragen, Motive erkennen und sich eigene Urteile auf Basis verlässlicher Informationen bilden. Und er warb dafür, News selber zu gestalten – aktiv zu werden. „Dann sind Fake News dazu viel leichter zu erkennen.“

In der anschließenden Diskussionsrunde konnten Johannes Stingl, CSU-Fraktionsvorsitzender im Neu-Ulmer Stadtrat und Dr. Thomas Kienle, Fraktionsvorsitzender der CDU-/Ufa in Ulm die Besucherfragen zum Thema gekonnt mit einbinden. Fazit: Fake News gehen uns alle an – erkennen und etwas dagegen machen ist nötig.

Am Sonntag: 8. März 2026 sind Wahlen: in Bayern Kommunalwahlen für die Posten der Oberbürgermeister, für die Stadtratsgremien und für die Kreistage.

Text/Fotos: Thomas Kießling

25. Februar 2026

Spatenstich für neue Kita in der Neu-Ulmer Turmstraße – heißt Wassertänzer und nimmt 101 Kinder auf

Aus der CSU-Stadtratsfraktion

Mit dem symbolischen Spatenstich hat die Stadt Neu-Ulm den Startschuss für den Bau eines neuen Kinderhauses in der Turmstraße gegeben. Auf dem Grundstück entsteht in den kommenden Monaten eine moderne Kindertageseinrichtung, mit der die Stadt ihr Betreuungsangebot erneut erweitert und auf den weiterhin hohen Bedarf an Kita- und Krippenplätzen reagiert. Oberbürgermeisterin katrin Albsteiger zeigte sich sehr erfreut, dass nun 101 Kinder neu aufgenommen werden könne – drei Gruppen über 3 Jahre mit je 25 Kinderun und eine Gruppe unter 3 Jahren mit 26 Kiddies (Krippengruppe). Außerdem sei es der letzte Spatenstich des alten Stadtrates – ein krönender Abschluss sozusagen, den sich die CSU mit der stärksten Fraktion im Stadtrat auf die Fahne schreiben kann.

„Wir sind eine beliebte und damit stetig wachsende Stadt, deshalb brauchen wir auch weitere Kitaplätze“, so OB Albsteiger. In der jetzigen Amtszeit haben OB und Stadtrat gemeinsam das Kunststück fertig gebracht, mit Steinheim und am Illerpark in Ludwigsfeld zwei neue städtische Kitas eröffnenen zu können – zudem konnten drei Kindergärten unter freien Trägern ihre Pforten öffnen. Zudem gab es Erweiterungen z.B. in Finnen, die in Gerlenhofen steht noch bevor.

Der Spatenstich für dei Wassertänzer

Die Bedarfsanerkennung für das neue Projekt in der Neu-Ulmer Turmstraße (Stadtmitte und Weststadt) erfolgte im Juni 2021, der Baudurchführungs-beschluss wurde im Dezember 2024 gefasst. Die Eröffnung der Einrichtung ist zum Jahreswechsel 2026/2027 vorgesehen.

Mit einer Bruttogeschossfläche von rund 1.464 Quadratmetern und einem Gebäudevolumen von etwa 5.414 Kubikmetern entsteht ein modernes, funktionales und zugleich nachhaltiges Gebäude. Die Kosten belaufen sich auf rund 6,3 Millionen Euro.

Nachhaltige Bauweise und moderne Ausstattung

Das zweigeschossige Gebäude wird in nachhaltiger System-Holzbauweise errichtet. Bodenplatte und Fundamente bestehen aus Stahlbeton. Gedämmte Außenwände mit vertikal angebrachten farbigen Faserzementplatten sollen das
Erscheinungsbild prägen. Holz-Alu-Fenster garantieren eine hochwertige und energieeffiziente Ausführung.

Im Inneren werden die Wände und abgehängten Decken in Trockenbauweise erstellt. Stahlzargen mit Resopalbeschichteten Holztürblättern, farbige Wand- und Bodenfliesen sowie farbige Linoleum bzw. Naturkautschukböden sollen eine freundliche und kindgerechte Atmosphäre schaffen. Die Beheizung erfolgt
über eine Fußbodenheizung auf schwimmendem Estrich. Als Energieträger kommt eine effiziente Grundwasser-Wärmepumpe zum Einsatz.

Das begrünte Flachdach wird mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet. Zudem ist eine Regenwasserversickerung vorgesehen. Selbstverständlich wird das Gebäude barrierefrei und rollstuhlgerecht ausgeführt.

Große Fortschritte beim Ausbau der Betreuungsplätze
Der Neubau in der Turmstraße ist ein weiterer wichtiger
Baustein in der Neu-Ulmer Betreuungsoffensive. In den
vergangenen sechs Jahren ist es der Stadt gelungen, die Zahl
der fehlenden Kita-Plätze von einer mittelhohen dreistelligen
Zahl auf eine zweistellige Zahl zu reduzieren. „Diese
Entwicklung unterstreicht die enormen Anstrengungen und
Investitionen der Stadt im Bereich der frühkindlichen Bildung
und Betreuung“, betonte Katrin Albsteiger,  „der heutige
Spatenstich ist ein starkes Signal für Familien in unserer Stadt.
Wir haben in den vergangenen Jahren enorme
Kraftanstrengungen unternommen, um den Bedarf an
Betreuungsplätzen Schritt für Schritt zu decken. Dass wir die
Zahl der fehlenden Plätze deutlich senken konnten, zeigt, wie
konsequent und verantwortungsvoll wir dieses Thema
angehen. Das neue Kinderhaus in der Turmstraße ist ein
weiterer wichtiger Schritt, um allen Kindern in Neu-Ulm gute
Startchancen zu ermöglichen.“

Mit dem Neubau investiert die Stadt Neu-Ulm nicht nur in
zusätzliche Betreuungsplätze, sondern auch in nachhaltige
Infrastruktur und in die Zukunft der jüngsten Bürgerinnen und
Bürger.

Zudem wird eine jahrzentelange Brache an der Turmstraße äußerst sinnvoll bebaut. „Kinder sind die Zukunft einer Stadt“, hieß es von den zahlreich anwesenden Stadträten, auch denen der CSU.

 

 

 

24. Februar 2026

Markus Söder bringt viel Rückenwind für Katrin Albsteiger und die Neu-Ulmer KandidatenInnen für Stadtrat und Kreistag

Es sind die entscheidenden zwei Wochen vor dem Kommunalwahlgang am 8. März 2026, und da gibt es viel Rückenwind von den CSU-Vorderen für die Region. Letzten Freitag war Bayerns Innenminister Joachim Hermann in Nersingen, heute kommt  Wissenschaftsminister Markus Blume in den Landkreis Neu-Ulm (24. Feb. 2026 nach Oberelchingen, 18.00 Uhr) und nun war Ministerpräsident Markus Söder höchstselbst in the house. 500 Besucher füllten den Orange Campus in Neu-Ulm.

Wo sonst der amtierende Deutsche Basketball-Vizemeister harte Trainingsstunden absolviert, kam Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder zum lockeren Talk mit der amtierenden Neu-Ulmer Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger, die ihr Amt gerne noch weitere sechs Jahre bekleiden würde, und dem Landtagsabgeordneter Thorsten Freudenberger, der gerne auch in den Neu-Ulmer Stadtrat und als Ex-Landrat auch in den Kreisrat des Kreises Neu-Ulm kommen möchte – und eine spannende wie charmante Moderation des Abends übernahm. Wobei: bei den beiden Rhetorikprofis Söder und Albsteiger hätte auch ein Fingerzeig gereicht und beide wären auf der Koppel des Wahlkampfes sofort losgaloppiert. Wobei der Ministerpräsident ab und an die Moderation höchstselbst an sich riss, so viel hatte er zu erzählen. Und dabei gab er spannende Einblicke in die Kunst des Regierens und unterhaltsam private Anekdoten preis.

Ein paar Stichpunkte:

Olympia und vor allem die Paralympics nötigen ihm großen Respekt ab – ja, München würde gerne die Olympischen Spiele ausrichten. Bayerische Athleten hatten in Italien auch die meisten Medaillen für Deutschland geholt.

Geld vom Land für die Kommunen: 5 Mrd. vom Sondervermögen hat der Freistaat an die Städte und Kommunen weitergegen. „Wir verstehen uns immer als Partner der Kommunen.“

Leistung: „Ich steh morgens vor 5 Uhr auf – Ihre OB übrigens auch“, so Söder. „Wenn wir eine Stunde in der Woche mehr arbeiten – 12 Minuten am Tag, dann erwirtschaften wir 3 % mehr Wirtschaftswachstum im Jahr“.

Und: „Diejenigen, die das Rad am Laufen halten, müssen wir unterstützten, nicht diejenigen, die zu faul sind, überhaupt etwas zu leisten.“

Erbschaftssteuer: „Das Geld muss in den Betrieben bleiben – sie müssen gestärkt werden.“

Zukunft der Wirtschaft: „Wir setzen auf drei Zweige:

  1. Hochtechnologie z.B. bioneurologische Chips (helfen z.B. Schlaganfall-Patienten, sich wieder ausdrücken zu können)
  2. Weltraum-Forschung – viele Unternehmen sitzen in Bayern
  3. Und auch die Verteidigungsindustrie: „Auch hier sitzen Dreifünftel der deutschen Betriebe in Bayern. Wir müssen – leider – für unsere Freiheit kämpfen.“

Sein Fazit: Bayern sei auf einem top Weg, aber andere Länder der Welt seien in den vergangenen Jahren besser und schneller geworden. Hier gelte es Schritt zu halten

Und das zeige sich auch in den Kommunen. Katrin Albsteiger habe die Geschicke in Neu-Ulm bestens im Griff, so Söder. „Es läuft“, wie es ihr Wahlslogan ausdrückt. Katrin Albsteiger führte aus: die regionale Wirtschaft gestärkt, als neues Gewerbegebiet werde Schwaighofen 2 kommen, am Illerpark werde der neue IT-Campus 2 entstehen, die Bedeutung der Wirtschaftsförderung steige weiter, denn „die Wirtschaft ist Grundlage für alles“.

Die Verwaltung werde digitaler, Kita-Plätze werden ständig geschaffen (auch heute wieder mit dem Spatenstich der neuen Kita an der Turmstraße) und zahlreiche Kita- und Schulbauten (z.B. Neubau Grundschule in Burlafingen) und Straßenbaumaßen konnte sie aufzählen (z.B. Neugestaltung Reuttier Straße), die Luitpoldstraße in Neu-Ulm werde ab Mai 2026 umgebaut. Im Stadtzentrum werde demnächst das Heiners eröffnet. Es läuft also, und sie habe großen Idealismus und große Einsatzbereitschaft für eine zweite Amtszeit als OBin.

Markus Söder nickte anerkennend der Oberbürgermeisterin und gleichermaßen seiner Stellvertreterin im CSU-Vorsitz zu. Sein Rat an die Besucher im Orange Campus auf Wiederwahl wurde mit großem Applaus bedacht.

Zusatz: Wo waren sich Partei-Vorsitzende und seine Vize nicht einig? Mit einigem Augenzwinkern: „Wenn ich ihre Posts auf Insta sehe, dann joggt sie nur – rauf und runter und von links und rechts.“ Er selbst halte es lieber mit dem Wasser und gehe schwimmen – mit den Personenschützern rechts und links auch nicht immer einfach. Die begeisterte Läufern Katrin Albsteiger nahm es mit Gleichmut, auch seine leise Kritik an eine ihrer Essensvorzüge: Pizza aus Quarkteig mit Frischkäse als Auflage (high protein).

Da verdreht der Ministerpräsident die Augen: „Mein Lieblingsessen sind bis mittags Weißwürst` und als Franke am Nachmittag natürlich gerne die kleinen Bratwürst: drei im Weggla.“ Ja, Wahlkampf kann manchmal auch kulinarisch sein – und humorvoll.

Wobei „SöderIsst“ als sein Instaauftritt manchmal etwas belächelt wird, aber 800.000 Follower aufweisen kann. Der promovierte Jurist und ausgebildete Redakteur (Volontariat beim Bayerischen Rundfunk) ist eben auch ein Medienprofi. Selbst Katrin Albsteiger kann da noch ein paar Auflagen draufschichten, wie sie sagt (Insta-Auftritt mit rund 10.000 Followern). Politik müsse auch die Jungen erreichen, das gelinge am besten digital und mit Social Media. Und sie hat 500 Besuchern im vollen Orange Campus einen politisch informativen wie unterhaltsamen Abend geboten.

Info:

Die Kommunalwahl in Bayern ist am 8. März 2026 – Briefwahl ist schon möglich. In Neu-Ulm treten insg. 7 OB-KandidatenInnen an. Auch Stadträte – und Kreisräte werden gewählt (siehe gemeinsames Foto). Stimmen können gebündelt oder verteilt werden. Z.B. hat in Neu-Ulm jeder WählerIn 44 Stimmen – genauso viel wie Sitze im Stadtrat – jeder WählerIn kann pro KandidatIn drei Stimmen vergeben – auch auf verschiedene Parteien.

Im Neu-Ulm Kreistag sind analog dazu 70 Mandate zu vergeben.

Vorsicht: wenn zu viel Stimmen vergeben werden, ist der Wahlzettel ungültig. Es kann mit einem einzigen Kreuz auch eine Parteiliste gewählt werden. Dann bekommen die obersten KandidatenInnen je drei Stimmen bis die Anzahl ausgeschöpft ist (hieße in Neu-Ulm; die ersten 14 Kandidaten auf der Liste bekommen je drei Stimmen, der 15. noch zwei Stimmen – macht am Ende 44 Stimmen).

Die Landtagswahl im angrenzenden Baden-Württemberg ist ebenfalls am 8. März 2026. Zwei Stimmen hat jeder: für einen DirektkandidatenIn und für eine Partei.

Text und Fotos: Thomas Kießling

 

12. Februar 2026

Kandidatenforum zum OB-Wahlkampf in Neu-Ulm – und die Amtsinhaberin schneidet nach Meinung der meisten Besucher am besten ab

Mit großer Spannung war das Kandidatenforum der Südwest Presse zur OB-Wahl in Neu-Ulm erwartet worden. Sechs KandidatenInnen stellten sich im Neu-Ulmer Wiley Club den rund 250 interessierten Bürgerinnen und Bürgern – und natürlich vielen Anhängern der entsprechenden Parteien und Gruppierungen. Amtsinhaberin Katrin Ablsteiger schneidet nach Meinung vieler Besucher am besten ab.

Routiniert und eloquent – einfühlsame, humorvoll, aber mit harten Fakten in den Argumenten, Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger hat im Kandidatenforum der SWP das Forum genutzt, um sich für sechs weitere Jahre im Amt zu empfehlen. Die Resultate der vergangenen Jahre spreche für sich, hier gelte es mit Vehemenz weiterzuarbeiten. Die Wirtschaft zu fördern sei dabei eines der zentralen Aufgaben, der neue Digital Campus gleich neben dem Wiley Club gebe dazu einen entsprechenden Fingerzeig.

Die Kandidatinnen und Kandidaten des Forums waren: Tanja Fendt (Pro Neu-Ulm), Kati Ernst (Die Linke), Michael Mehren (Grüne), Joachim Kögel (SPD), Roland Prießnitz (Freie Wähler) und Amtsinhaberin Katrin Albsteiger (CSU).

SWP-Vize-Chefredakteur Matthias Stelzer begründete zu Beginn, warum der AfD-Kandidat aus verfassungsbedenklichen Anschuldigungen nicht zum Forum eingeladen wurde. Die beiden Redakteure Simone Dürmuth und Nico Dirner leiteten das Forum mit viel Hintergrundwissen und spannenden wie humorvollen Kurzfragerunden. Wer fährt selbst und gerne Auto, wer ist ein guter Beifahrer, wer kann in der Fastenzeit auf etwas verzichten, wer geht regelmäßig in die Kirche? – alles kurz und knapp zu beantworten.

Die Finanzen und Haushaltsetats der Stadt für die dieses und die kommenden Jahre stand bei vielen KanditatenInnen im Vordergrund, Nachhaltigkeit und mehr Bürgerbeteiligung waren weitere Themen. Im Grunde genommen waren alle Kandidatinnen und Kandidaten (zum Teil bislang auch schon Mitglieder im Neu-Ulmer Stadtrat und damit verantwortlich für die Stadtpolitik) zufrieden mit der ständig wachsenden Stadt rechts der Donau – kein Vergleich zu vor 20 Jahren, viel lebenswerter, attraktiver und umweltbewusster – die kommenden sechs Jahre mit hoch gekrempelten Ärmeln darf die Entwicklung so weitegehen.  Oftmals gehörter Zwischenapplaus zu den Argumenten – und ein großer Beifall zum Schluss.

Info

Am Sonntag, 8. März 2026 sind Kommunalwahlen in Bayern. Es werden die Obs gewählt, die Stadträte (in Neu-Ulm 44) und die Kreisräte in den Landkreisen. Die Wahlbenachrichtigungen (Wahlschein) sind an alle Haushalte verschickt worden – Briefwahlunterlagen können bestellt werden.

(Text, Fotos: Thomas Kießling)

21. Januar 2026

Herausforderung meistern, Zukunft gestalten – Neujahrsempfang der CSU-Stadtratsfraktion Neu-Ulm

Der Neujahrsempfang der CSU‑Stadtratsfraktion Neu‑Ulm 2026 in der Friedenskirche im Wiley war ein deutliches Signal: Die Christsozialen wollen das neue Jahr mit Gestaltungswillen, Bodenhaftung und einem klaren Blick auf die bevorstehenden Kommunalwahlen eröffnen.

Zwischen politischer Standortbestimmung und vielen persönlichen Gesprächen nutzte die Fraktion den Abend, um ihren Anspruch zu unterstreichen, Neu‑Ulm in herausfordernden Zeiten verlässlich zu führen.​

Rund 150 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Vereinen und Bürgerschaft kamen in das Gemeindesaal‑Ensemble der Friedenskirche, das die CSU bewusst als Ort der Begegnung im Quartier Wiley gewählt hatte. Viele nutzten den Empfang, um zu Jahresbeginn Themen und Ideen an die Stadtratsfraktion heranzutragen.​

 

OB Katrin Albsteiger mit klaren Schwerpunkten

Im Mittelpunkt des Abends stand der Impuls von Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger, die die „Zukunftsformel“ für Neu‑Ulm skizzierte und gleichzeitig einer Politik des „Nice‑to‑have“ eine Absage erteilt.  Angesichts angespannter Haushalte betonte sie die Notwendigkeit, Projekte klar zu priorisieren, Investitionen in Schulen, Kinderbetreuung, Sicherheit und Infrastruktur zu sichern und zugleich finanzielle Solidität zu wahren.​

Die OB machte deutlich, dass Neu‑Ulm weiterwachsen werde – mit neuen Wohnquartieren, moderner Mobilität und starker Wirtschaftsstruktur – aber nicht um den Preis ausufernder Wunschlisten. Stattdessen warb sie für einen pragmatischen Kurs: das Augenmerk setzte sie auf sieben Kernaufgaben:

  1. Die Wirtschaft stärken – z.B. werde der IT-Campus II werde im Illerpark entstehen und dort die freiwerdende Fläche von Continental ersetzen.
  2. Wohnraum schaffen, vor allem bezahlbaren.
  3. Verkehrsinfrastruktur erhalten, z.B. die besagten Brücken nach Ulm und den Donauradweg
  4. Aufenthaltsqualität steigern, z.B. mehr Grün in der Stadt
  5. Klima und Umwelt, z.B. Augenmerk auf regenerative Energieversorgung
  6. Erhalt der Lebensqualität – hier seien z.B. die vielen Bürgerinnen und Bürger erwähnt, die sich im Ehrenamt engagieren
  7. Bildung, Kita und Schulen zu ertüchtigen und die begonnen Projekte erfolgreich beenden

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Botschaft der CSU-Stadtratsfraktion

 

In seiner Begrüßungsrede hob Johannes Stingel, CSU-Fraktionsvorsitzender im Neu-Ulmer Stadtrat hervor, welche Projekte im vergangenen Jahr erfolgreich auf den Weg gebracht wurden, u.a. Ausbau Memminger Straße, KiTa Burlafingen, Gemeindehalle Gerlenhofen, etc.. Er betonte, dass der Neujahrsempfang inzwischen ein festes Glanzlicht im politischen Jahreskalender Neu‑Ulms darstellt. Bei OB Katrin Albsteiger bedankte er sich ausdrücklich für die sehr gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit – mit Aussicht auf weitere sechs Jahres, so sei zu hoffen. Denn mit Blick auf das Kommunalwahljahr 2026 – Sonntag, 8. März – stellte die CSU heraus, dass man an einem „Kurs der Vernunft“ festhalten wolle: solide Finanzen, verlässliche Rahmenbedingungen für Familien und Mittelstand sowie eine Stadt, die in Bildung, Sicherheit und modernen Verkehr investiert.​

Gerade im Wiley, wo Stadtentwicklung, Wohnen, Verkehr und soziale Infrastruktur unmittelbar erlebbar sind, wollte die Fraktion erneut zeigen, wofür sie politisch steht. Der Empfang wurde so auch zu einer Visitenkarte: dialogorientiert, bürgernah und mit klaren programmatischen Konturen für die kommenden Monaten bis zur Kommunalwahl (nochmals erwähnt, Sonntag, 8. März 2026).​

Der Abend wurde musikalisch bestens untermalt von der Band „No milk nod sugar“, dabei an den Drums wie gewohnt Ulms Ex-OB und Ehrenbürger Gunter Czisch.  Besetzung: Lea Teuber, Magnus Schneider, Ulrich Kuhn, Rüdiger Pryzibilla

Spendenübergabe

Den Erlös von 1000 Euro vom CSU-Stand auf dem Neu-Ulmer Stadtfest 2025 überreichte Julia Lidl an Prof.Daniel Steinbach, Vorsitzender des Vereins PalliKJUR, ein Palliativteam, das u.a. an der Uniklinik Ulm die ambulante Palliativversorgung für Kinder und Jugendliche organisiert.

Text/Fotos: Thomas Kießling

26. November 2025

Wenn draußen in der Dämmerung die Diebe… – CSU-Veranstaltung: Sicherheit im Dialog – mit einem Profi lässt sich viel vermeiden

Nepper – Schlepper – Bauernfänger – hieß es mal früher, denn mittlerweile sind Verbrecher und Betrüger professionell unterwegs und gehen mit Arglist und Täuschung, aber auch mit modernster Technik vor.  „Sicherheit im Dialog“ hieß dazu eine spannende Veranstaltung der CSU-Ortsgruppe Pfuhl im Museumsstadel Pfuhl. Zu Gast war CSU-Orts- und Kreistagskandidat Jürgen Salzmann, der im Hauptberuf Polizist (Erste Kriminalhauptkommissar) und stellvtr. Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Neu-Ulm ist und als Leiter des Kommissariats 2 die Verbrechen wie Raub, Erpressung, Betrug und Einbruchsdelikte, Fälschungsdelikte und Geldwäsche im Fokus hat.

Dazu wird er in einer der nächsten Fernsehsendungen von Aktenzeichen XY im ZDF auftreten – das Verbrechen geht leider grenzüberschreitend voran. „Von der Statistik her leben wir hier immer noch in einem sehr sicheren Landstrich“, sagte er im gut gefüllten Museumsstadel, „aber wer einmal beklaut oder betrogen wurde, der will nichts von Statistik hören“, sagte Jürgen Salzmann. Der CSU-Pfuhl-Vorsitzende Johannes Stingl hatte mit Verve in den Vortrag eingeführt.

Drei Beispiele von den vielen Betrügermaschen seien hier genannt – mit Hinweisen, wie man sich davor am besten schützen kann:

Wohnungseinbruch

Zunächst positiv: Jeder zweite Einbruch bleibe im Versuchsstadium stecken, so Jürgen Salzmann. Die Haupteinbruchszeit ist die aktuell dunkle Jahreszeit von November bis März. Auch wurde statistisch festgestellt, dass die häufigsten Einbrüche an den Wochentagen donnerstags bis samstags geschehen. Und, was für viele Zuhörer nicht überraschend kam, dass Einbrecher in der Regel den Kontakt zu Geschädigten meiden und in den meisten Fällen in Wohnungen, Wohnhäuser einsteigen, bei denen zu dieser Zeit niemand zu Hause ist.

Der Kriminalbeamte sprach aber auch die psychischen Folgen für Einbruchsopfer an. Nach einer Studie erlitten nach so einer Tat 38,8 Prozent der Opfer einen Schock. 7,1 Prozent fühlten sich noch einen Monat danach unsicher in den eigenen vier Wänden. 17,6 Prozent wechselten die Wohnung. 23,9 Prozent haben danach Angstgefühle, und 17,3 Prozent haben nach einem Einbruch in der Folge Schlafstörungen.

Der Spruch, bei mir ist sowieso nichts zu holen, ist nach Ansicht des Referenten falsch, weil Einbrecher im privaten Wohnbereich natürlich nach Geld suchen, aber denen auch klar ist, dass in der Regel heute niemand mehr Tausende Euro in einem Schrank aufbewahrt. Auch die landläufige Meinung, wer rein will, schafft das auch, ist so nicht richtig, da die meisten Einbrecher im privaten Wohnbereich mit einfacher körperlicher Gewalt gegenüber den Türen und Fenstern vorgehen, um in das Objekt zu gelangen. Dies bedeutet aber auch im Umkehrschluss, dass Wohnungen und Häuser, die gut gesichert sind, nicht zu den bevorzugten Objekten von Einbrechern gehören. Die Aufmerksamkeit der Nachbarn kann überdies helfen.

Jürgen Salzmann hat viele weitere Tipps zusammengetragen: https://www.k-einbruch.de/sicherheitstipps/   /   www.k-einbruch.de   /   https://www.polizei-beratung.de/ oder generell unter www.polizei-beratung.de

Callcenterbetrug („Falsche Polizeibeamte / Schockanrufe“)

Die Thematik mit Callcenter-Betrugs, Betrug durch „Falsche Polizisten“ und gegebenenfalls weiteren Amtsträgern wie Staatsanwälten etc. ist ein ebenfalls großes Feld für die organisierte Kriminalität – und derzeit fast täglich in den Polizeiberichten der der Reviere in BaWü oder Bayerisch Schwaben. Dabei wird unterschieden zwischen der Story von Einbrecher und Räuber in der Nachbarschaft und den Schockanrufen mit dem Hintergrund eines schweren Unfalles.

Jürgen Salzmann sprach an, dass bei diesen Vorgehensweisen Kriminelle ihren oftmals älteren Opfer unterschiedliche Geschichten auftischen, die aber alle etwas gemeinsam haben. Sie machen den Angerufenen Angst und setzen die Betroffenen nicht nur emotional, sondern auch zeitlich stark unter Druck. Ziel dieser Kriminellen ist immer, an das Vermögen der Betroffenen wie Bargeld, Gold oder Schmuck zu gelangen. Dabei geben Sie sich als Polizeibeamte oder andere Amtspersonen aus.

Bei dem Betrug des „Schockanrufs“ führte der Erste Kriminalhauptkommissar aus, täuschen die Täter eine Notsituation beim Gegenüber vor, dass ein enger Verwandter, im Regelfall Tochter oder Nichte oder Neffe oder Sohn, aktuell einen schweren oder sogar tödlichen Unfall verursacht hat und nur durch eine Kaution in Form von Bargeld oder anderen Wertgegenständen nicht in Haft kommt. Eine andere Variante ist, dass der enge Verwandte selbst Opfer eines schweren Unfalls wurde und für eine sofortige lebenserhaltende Operation Geld benötigt wird.

Die erfundenen Geschichten werden dabei vielfältig angepasst und die Betrüger reagieren auch flexibel auf die Gegenüber, um an das letztendliche Ziel zu kommen, und zwar an deren Vermögen zu gelangen. Der Referent führte weiter aus, dass es sich bei diesen Tätern um Profis handelt, die am Telefon sehr überzeugend agieren, um beim Gegenüber diese Zustände wie Angst und Schock hervorzurufen, damit der Angerufene gar nicht mehr zum Nachdenken kommt und wie in einem Tunnel blind den Anweisungen der vermeintlichen Polizeibeamten, Staatsanwältin, Rechtsanwälte und dergleichen befolgt.

Tipps der Polizei in diesem Zusammenhang sind, dass man bei solchen Anrufen sofort auflegen soll. Das ist auch nicht unhöflich, sondern ermöglicht es einen, durchzuatmen und sich neu zu sortieren. Auch sollte sofort von der angerufenen Person eine Person ihres Vertrauens unter einer bekannten Telefonnummer kontaktiert werden und von dem Vorfall erzählt werden. Auch sollte am Telefon gegenüber Fremden keine finanziellen Verhältnisse preisgegeben werden, auch wenn es sich angeblich mutmaßlich um die Polizei handelt. Und eine Übergabe von Geld- beziehungsweise Wertgegenständen an Unbekannte sollte nicht erfolgen.

Verhaltenshinweise und Informationen zu diesem Betrugsphänomen sind auf den folgenden Seiten dargestellt. https://www.polizei.hessen.de/praevention/gemeinsam-sicher-in-hessen/sicher-im-alter/betrug-zum-nachteil-von-senioren     /   www.polizei.hessen.de)

Anlagebetrug

Als letzter großer Punkt wurde vom Referenten die Thematik Anlagebetrug angesprochen. In diesem Themenfeld sprach der Kriminalbeamte an, dass es dort zu den höchsten Schadenssummen kommt. Die Täter agieren hochprofessionell und organisiert. Dabei handelt es sich um organisierte Wirtschaftskriminalität. Die betrügerischen Trading-Seiten unterscheiden sich optisch nicht gegenüber legalen Trading-Seiten. Für den vermeintlichen Kunden ist es optisch nicht möglich, aus Sicht des Kriminalbeamten zwischen einer betrügerischen Trading-Seite und einer seriösen Trading-Seite zunächst zu unterscheiden.

Die Täter gehen in diesem Phänomenbereich geschult vor und bauen eine sehr starke Vertrauensbindung zu ihrem Opfern auf. Dies geschieht alles online und telefonisch. Das Opfer wird immer wieder aufgefordert, weitere Investitionen zu tätigen. Dem Kunden wird von Betrüger-Seite suggeriert, dass seine Investitionen sich auszahlen, auch durch eine optische Darstellung in einem Trading-Konto. Als Beispiel wird unter anderem aufgeführt, dass bei einer Investition auch aktuelle echte Börsendaten herangezogen werden, wie zum Beispiel, dass mit diesem investierten Geld eine Aktie XY gekauft wurde, die dann an diesem besagten Börsentag eine enorme Steigerung hatte. Somit wird dem Opfer laufend implementiert, dass sich seine Anlage auszahlt.

Die eingezahlten Gelder gelangen nach praktischen Darstellungen von reellen Anlagebetrugsermittlungen von Seiten der Kriminalpolizei Neu-Ulm aufgrund aktueller Ermittlungsverfahren über Geldwäsche-Netzwerke in letzter Konsequenz an die Betrugstäter, die aus Call-Centern teilweise weltweit verteilt agieren.

Die Broker in diesen Call-Centern werden geschult und unterscheiden sich von ihrer Sprechweise und Verhalten für den Kunden in nichts zu einem seriösen Broker, nur dass im Kontext zu einem seriösen Broker der Gesprächsinhalt der betrügerischen Broker alles auf „Lug und Betrug“ ausgelegt ist und im Regelfall auch ganz viel von diesen Gesprächsinhalten fiktiv ist.

Als Möglichkeit, sich aktiv vor so einem Anlagebetrug zu schützen, wurde Jürgen Salzmann erläutert, dass alle Banken, Finanzinstitute und Unternehmen, die Finanzdienstleistungen in Deutschland erbringen wollen, eine Lizenz von der BaFin benötigen. Dazu gibt es bei der BaFin eine Datenbank, über die man dies überprüfen kann.

(https://portal.mvp.bafin.de/database/InstInfo/)

Ein potenzieller Anleger sollte also dies als erstes tun, bevor er Geld an irgendeine vermeintliche Investition etc. bezahlt. Man sollte sich auch nicht unter Druck setzen lassen und mehrere Nächte darüber schlafen. Ferne eine unabhängige Meinung von Personen, die sich mit Finanzprodukten auskennen, einholen. Auch sollte man davon Abstand halten, in Finanzprodukte zu investieren, deren Funktionsweise und Risiken man selber nicht versteht.

Auch hier einige Seiten zum Nachschlagen: https://www.bafin.de/DE/Verbraucher/Finanzbetrug/Anlagebetrug/anlagebetrug_node.html   /   https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/vertraege-reklamation/abzocke/anlagebetrug-ueber-whatsappgruppen-vorsicht-vor-diesen-maschen-110487

Am Ende stand ein Appell des Referenten mit der Bitte: „Seien Sie immer misstrauisch in finanziellen Angelegenheiten, geben Sie nicht leichtfertige Geld aus der Hand.“

Und noch ein Statement umriss die ganze Tragweite der Verbrecherszene: „Jeder kann zum Betrugsopfer werden“, so Jürgen Salzmann – man möchte anfügen: „leider“.

Text und Fotos: Thomas Kießling

14. November 2025

Auftakt OB-Talk – im Gespräch mit der Oberbürgermeisterin in Holzschwang

Ein Auftakt für den OB-Talk wie gemalt im „Hirsch“ in Holzschwang – im Gespräch mit der Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger über die Probleme, Nöte der Teilgemeinde, aber auch über die Chancen und Aktivitäten. Die Reihe OB-Talk wird fortgesetzt – siehe  unter Veranstaltungen.