CSU-Ortsverband Neu-Ulm: zufrieden mit der Kommunalwahl, aber jetzt weiter mit hohem Einsatz
11. Juli 2026Mit hohem Einsatz bei der Mitgliedergewinnung will CSU-Ortsverband Neu-Ulm in die Zeit ohne bayerische Landtags- und Kommunalwahl gehen. Mit letzter waren die Mitglieder aber sehr zufrieden: Neu-Ulms Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger wurde gleich im ersten Wahlgang mit überwältigen 60 Prozent wiedergewählt.
Zudem gab es wieder 16 CSU-Sitze im Stadtrat und davon dieses Mal zwei mehr vom Ortsverband Neu-Ulm. Ein großen Erfolg für den neuen Neu-Ulmer Stadtrat – die Politik der Mitte und näher am Menschen komme sehr gut an.
Doch kein Grund, die Hände in den Schoß zu legen, unterstrich Serkan Yildirim, Vorsitzende des CSU-Ortsverbands Neu-Ulm und wiedergewählter Stadtrat. Mit den Aktionen außerhalb der Wahljahre – Rosen zum Muttertag, Ostereieraktion und Nikolausaktion – ließ sich die CSU (anders als alle anderen Parteien) in jedem Jahr auf dem z.B. Petrusplatz in Neu-Ulm sehen. „Das sollten wir so beibehalten, das kommt gut an, und wir sind auch an dieser Stelle näher an den Menschen, die uns Rückmeldung zur aktuellen Politik geben“, so Yildirim, der sich in seiner Rede auch bei allen für die aufopfernde Mitarbeit bei den letzten Kommunalwahlen bedanken konnte.
Ins selbe Horn stieß Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger, die sich für eine „überwältigende Unterstützung“ auch bei ihrem OB-Wahlkampf bedankte. „Manche waren überall an allen Wahlständen in den Ortsteilen vertreten, ich weiß gar nicht, wie sie das gemacht haben – und jede Haustürwahlkampf wurde mustergültig unterstützt, ich bin mächtig stolz auf Euch“, rief sie den Partei-Mitgliedern der Sitzung zu.
Aber auch sie zählte sofort die Belange ihrer und derer des Stadtrats geltenden Projekte auf. Um das Heiners und den Umbau der Ludwigsstraße als laufende Großprojekte ging sie näher gar nicht ein („da selbstverständlich“), als da wären – erstens – das Thema Bildung, wo nun jedes Kind im letzten Kindergartenjahr einen Platz zur Verfügung gestellt bekommt, wo bald mit dem Bau zweier neuer Kindergärten (Turmstraße Neu-Ulm und Gerlenhofen) begonnen werde. „Warum Neubauten, wenn wir schon Vollversorgung haben? Weil wir als Stadt Neu-Ulm weiterwachsen“, so Katrin Albsteiger.
Zweitens kümmere man sich um den steigenden Bedarf an Wohnraum mit dem neuen großen Wohngebiet am Illerpark (Ludwigsfeld), aber auch mit den Gebieten Eiland in Pfuhl, in Steinheim, Ulmer Hofgut II in Ludwigsfeld und Gebieten in Burlafingen und Holzschwang – und auch die Elefantensiedlung an der Memminger Straße komme zeitnah in die Bebauungs-Planung.
Als dritten Punkt nannte sie die Wirtschaft. Hier gelte es, die Einnahmenseite für die Stadt zu stabilisieren, aber – „wir haben ein Einnahmeproblem, sondern eins der Ausgaben“ – das Sparpotential gelte es immer im Auge zu behalten.
Aber auch Wirtschaft müsse wachsen können, so nannte sie neue Zukunftsgebiete in Schwaighofen Süd, Burlafingen und Gerlenhofen und natürlich den IT-Campus 1 und 2 im Neu-Ulmer Wiley. Das alles brauche viel Kraft, Mut und Durchsetzungsvermögen, aber mit einer starken CSU im Stadtrat und in Stadt und Kreis könne es gelingen.
Entlastung des Vorstands und Ehrungen
Auf der Ortshauptversammlung der CSU Neu-Ulm in Reutti wurde der gesamte Vorstand von den Mitgliedern einstimmig entlastet. Bei den Ehrungen konnten zahlreiche Mitglieder ausgezeichnet werden, auch zu seiner großen Freude Thorsten Freudenberger, MdL-Mitglied des Bayerischen Landtags und Kreis-Vorsitzender der CSU sowie neu gewählter Neu-Ulmer Stadtrat und Kreisrat: „Normalerweise nehme ich selbst oft Ehrungen vor, jetzt werde ich für 35 Jahre Mitgliedschaft selber einmal geehrt“, freute sich Freudenberger, der mit 17 Jahren damals in die CSU in Vöhringen eingetreten war, „weil ich zum Vorsitzenden der Jungen Union gewählt werden sollte, da war ein Parteieintritt natürlich Pflicht“. Freudenberger gab auch kurz Rückmeldung über die aktuellen Gegebenheiten im Landtag in München und richtete von Ministerpräsident Markus Söder wie auch vom CSU-Fraktionsvorsitzenden Klaus Holetschek beste Grüße an die Versammlung aus.
Spannender Vortrag über Chancen und Risiken der KI
In einem starken Vortrag hatte zuvor Dr. Philipp Hühn von der DASU, des Transferzentrums für Digitalisierung, Analytics & Date Science Ulm auf Zukunftschancen wie auch Risiken bei der KI-Entwicklung hingewiesen. „Wenn wir die Bereiche Medizin und Gesundheit betrachten, oder die Bildung und die Wissenschaften allgemein, dann haben wir ein großes Chancenfeld bei Innovationen und Simulationen von Möglichkeiten wie auch bei Lösungen von Problemen“, sagte Philipp Hühn, aber es gelte eben auch Risiken wie die Cyber-Kriminalität zu erkennen und zu vermeiden – vor allem für die Angriffe auf viele Firmen des Mittelstands, aber natürlich auch die Grenzen der KI beim „Selbstdenken“ zu beachten.
Da gibt es außerhalb der Wahlperiode für den CSU-Ortsverband Neu-Ulm viel zu tun – und Begriffe wie Chancen und Zukunft, Themen wie neue Mitgliedschaften zu bekommen und gute Politik zu unternehmen, machten auch noch weit nach der einmütigen Veranstaltung die Runde.
Text und Fotos: Thomas Kießling – thk
